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Die Erdmandel — weder Nuss noch Mandel

Schon mal was von der Erd­man­del gehört?  In unseren Gefilden eher unbekan­nt, weiß der Spanier damit sofort etwas anz­u­fan­gen. Denn in Spanien trinkt man Hor­cha­ta de Chu­fas, die Erd­man­delmilch als erfrischen­des Som­mer­getränk, eis­gekühlt und lei­der meist noch reich­lich gezuck­ert.

Dabei schmeckt diese kleine Knolle schon von Haus aus süßlich

und fein nus­sig. Ich gebe sie gerne gemahlen unter mein Müs­li, in Kuchen­teige oder — mein Geheimtipp! unter das Salat­dress­ing. Du find­est die kleine Knolle auch unter dem Namen Tiger­nuss oder Chu­fa in unter­schiedlichen Ver­ar­beitungs­graden: von der ganzen Knolle (eher Knöllchen) über geho­belt bis hin zu fein gemahlen, als Chu­fa-Creme-Auf­strich, Chu­fa-Keks usw.

Doch was macht die Erdmandel so wertvoll

und rei­ht sich daher gerne in die Garde der Super­foods ein? Sie ist eine wahre Nährstoff-Bombe und liefert pro 100 Gramm Erd­man­del ca. 25 Gramm Fett, welch­es man von der Zusam­menset­zung gut mit dem Olivenöl ver­gle­ichen kann. Der rel­a­tiv hohe Anteil an Kohlen­hy­drat­en in der kleinen Knolle beste­ht gut zur Hälfte aus wertvollen Bal­last­stof­fen und darüber hin­aus brin­gen wir mit der Erd­man­del auch sat­te 8 Gramm pflan­zlich­es Eiweiß mit auf den Tisch. Somit ist das Knöllchen super sät­ti­gend. Ein hoher Anteil an Eisen und Mag­ne­sium steckt auch noch in der Tiger­nuss. Doch das Beste daran ist: Die Erd­man­del gehört zu den basen­bilden­den Lebens­mit­teln!

Heute habe ich mal zwei soge­nan­nte Super­foods zusam­menge­bracht: Die kleinen Chi­asamen und die Erd­man­del: Ein­fach 200 ml Hafer­milch mit 2 EL Chi­asamen cremig köcheln lassen, abkühlen, in ein Glas füllen und mit zwei EL gemahle­nen Erd­man­deln und frischen Erd­beeren ver­men­gen. Da braucht es gar kein weit­eres Süßungsmit­tel, die Erd­man­del bringt’s! Für das Auge einen Basi­likumzweig oben­drauf — und schon hast Du das per­fek­te Früh­stück! Hmm­m­mmh … und soooo leck­er!

 

 

Die neuesten Food-Trends 2017 aus der New York Times

Damit wir Ernährungs-Inter­essierten immer auf dem aktuellen Stand sind, hier mal die brand­neuen Food-Trends der Szene in 2017:

Da wäre zum einen schon mal die Philip­pinis­che Küche — und ich hoffe mal sehr, dass damit nicht die ange­brüteten Enteneier gemeint sind, die mir bei meinem Aufen­thalt in diesem Insel­staat ständig unter die Nase gehal­ten wur­den … Nicht wirk­lich ein Geschmack­ser­leb­nis für einen europäis­chen Gau­men sag ich da nur!

Gerichte mit Eigelb sollen eben­falls voll im Szene-Trend liegen. Das über­rascht mich, da ger­ade die Amerikan­er bish­er am lieb­sten das Gelbe vom Ei wegge­lassen haben aus Angst vor zu viel Fett. Und dafür ein soge­nan­ntes “White-Egg-Omelette” aus purem Eiweiß zum Früh­stücks-Star erk­lärten. Ger­ade Früh­stück­slokale mit Gericht­en wie Eggs Bene­dict sind in unser­er Lan­deshaupt­stadt Berlin ange­sagter denn je. Eier Benedikt sind übri­gens ein­fach nur pochierte Eier auf Brötchen mit Schinken oder Speck und evtl. Sauce Hol­landaise.

Auch soll die Hirse wieder mehr Einzug in unsere Küchen hal­ten. Ehrlich gesagt, da freue ich mich drauf. Denn damit kann man so her­rliche Gerichte zaubern, auch wenn Ihr vielle­icht beim Gedanken an dieses Getrei­de grade mal die Grütze im Kopf habt. Dieses Getrei­de ist eine tolle Alter­na­tive zu Weizen und gilt als Schön­heits-Food für Haut, Haare und Nägel. Deshalb dem­nächst mehr von diesem kleinen Korn, ver­sprochen!

Und ein weit­er­er span­nen­der Trend kommt auf uns zu: Geräuchertes! Da wäre ich nie im Leben drauf gekom­men. Und doch find­et sich in unser­er kleinen Gemeinde ger­ade ein absoluter Neuzu­gang zu diesem The­ma, näm­lich geräucherte Chili und Papri­ka von Pusz­ta Pep­pers aus Prut­ting. Diese Welt­neuheit aus unser­er Gemeinde werde ich unbe­d­ingt aus­pro­bieren und natür­lich darüber bericht­en.

Und noch ein Trend gefäl­lig? Cha­ga-Pul­ver, das neue Super­food aus Los Ange­les. Es soll DIE Alter­na­tive zu Kaf­fee sein. In Ameri­ka trinkt man jet­zt qua­si einen Pilz aus dem Schiefer Schiller­por­ling — ein an Birken wach­sender Holz­par­a­sit. Mit Milch ver­mis­cht nen­nt man das Ganze Cha­gac­ci­no. Nein danke, diesen Pilz werde ich defin­i­tiv nicht testen, der kann so super­food­ig sein wie er will .…

Eure Bir­git … nicht wirk­lich in der Szene … aber voll im eige­nen Trend!