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Spargel asiatisch

Nor­maler­weise begin­nt die Spargelzeit erst Mitte April, doch in diesem Jahr sorgte ein Win­ter mit viel Boden­frost und ein warmer März für einen opti­malen Pflanzen­wuchs habe ich mir sagen lassen. Und da die Spargel­land­wirte die Spargel­sai­son liebend gerne auch nach vorne ver­schieben, wird natür­lich ver­stärkt der Folien­tun­nel, das Gewächshaus und sog­ar eine einge­baute Boden­heizung für einen vorzeit­i­gen Ern­te­be­ginn einge­set­zt. Im Ver­gle­ich zu den let­zten Jahren empfinde ich die Kilo­preise für deutschen Spargel ver­hält­nis­mäßig gün­stig und da die Spargel­sai­son für dieses edle Gemüse eh nur offiziell bis zum 24. Juni 2017 geht, gibt es momen­tan Spargel satt auf unserem Speise­plan.

Dabei muss der Spargel doch nicht immer

mit ein­er Sauce Hol­landaise ertränkt wer­den, so beliebt und leck­er diese Sauce auch ist. Die wenig­sten bere­it­en diese Sauce sel­ber zu und greifen zur schnellen Tetra­pack-Vari­ante mit dubiosem Eigemisch, mod­i­fiziert­er Stärke und Hefe­ex­trak­ten. Aber Spargel kann auch ganz anders, hier eine asi­atis­che Vari­ante, als Mit­tagssalat z. B. kom­biniert mit gebraten­er Häh­nchen­brust und etwas Wasabi:

Zutat­en für 2 Por­tio­nen: 750 Gramm weißer Spargel (dünne Stan­gen), 2 — 3 EL ungeschälte Sesam­saat, 2 EL Rap­söl, 3 EL Sojasauce, frisch­er Korian­der oder Peter­silie, Salz

Schäle die Spargel­stan­gen sorgfältig, ent­ferne die Enden und schnei­de den Spargel in gle­ich­große mundgerechte Stücke. Röste die Sesam­saat in ein­er beschichteten Pfanne ohne Fett, bis er gold­braun ist und duftet. Nimm den Sesam aus der Pfanne und erhitze darin 2 EL gutes Rap­söl. Brate den Spargel bei stark­er Hitze ca 4 Minuten und wende ihn dabei häu­fig. Danach Hitze reduzieren und weit­ere 4 — 5 Minuten weit­er­brat­en.  Herd­plat­te auss­chal­ten und 3 EL Sojasauce und evtl. etwas Wass­er zum Spargel geben, mit etwas Salz abschmeck­en. Den Spargel auf eine Plat­te geben und mit dem gerösteten Sesam und Korian­der- oder Peter­silie bestreuen. Auf dem Bild seht ihr den Salat mit sehr fein geschnit­te­nen rohen Stau­densel­leriestreifen.

Was ist Euer Lieblings-Spargel-Rezept? Schreibt mir unter birgit-oldenburg@gmx.de, ich bin ges­pan­nt auf Eure Ideen!

Eure Bir­git … mal wieder beim Spargelschälen

Eine edle Stange — der Spargel

Die ersten deutschen Spargel­stan­gen sind auf dem Markt und Ihr habt vielle­icht schon zu Ostern das erste Mal Spargel auf dem Teller gehabt. Ich liebe die weißen und grü­nen Stan­gen und esse sie am lieb­sten pur ohne viel Schnickschnack. Auch braucht der Spargel nicht immer unbe­d­ingt eine Sauce Hol­landaise, um auf dem Teller glänzen zu kön­nen. Wer abnehmen bzw. seine per­sön­liche Best­form hal­ten will, für den habe ich eines von vie­len “Light“Rezepten:

Spargel mit Ei-Vinaigrette (für 2–4 Personen)

20 Stan­gen Spargel, 60 Gramm But­ter, 1 Prise Ery­thrit, 1 Prise Salz, 2  — 3 hart­gekochte Eier, 6 EL Son­nen­blu­menöl, 2 EL weißen Bal­sam­i­co-Essig, 1 Bund Schnit­t­lauch, Salz, Pfef­fer, 4 große Scheiben rohen oder gekocht­en Schinken

Den Back­ofen auf 150 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Den Spargel schälen, die Enden etwas abschnei­den und nebeneinan­der in eine feuer­feste Form leg­en. Die But­ter in einem Topf zer­lassen, Salz und Ery­thrit dazugeben und über den Spargel gießen. Die Form mit Alu­folie gut ver­schließen und auf die unter­ste Schiene im Back­ofen stellen. Für ca. 30 Minuten back­en.

In der Zwis­chen­zeit die Vinai­grette zubere­it­en. Eier schälen und klein hack­en. Essig, Salz und Pfef­fer ver­rühren, Schnit­t­lauch und Eier unter­mis­chen. Den fer­ti­gen Spargel auf Tellern anricht­en und die Eier-Vinai­grette darüber verteilen und mit dem Schinken servieren.

Ober­leck­er! Die Spargel-Küche ist hier­mit eröffnet!

Schwarzwurzel — der Spargel des kleinen Mannes

Obwohl die Schwarzwurzel in den Win­ter­monat­en von Okto­ber bis April abso­lut Sai­son hat, bin ich mir die Hack­en abge­laufen, bis ich sie endlich ein­mal in der Gemüseabteilung des Super­mark­tes ent­deckt habe. Anscheinend ist sie in unseren deutschen Haushal­ten ger­ade nicht sehr gefragt.  Dabei ist die Schwarzwurzel die Köni­gin unter den Nährstof­fliefer­an­ten der heimis­chen Win­tergemüse. Vielle­icht führt sie auch deshalb ein Aschen­put­tel-Dasein, weil die Bear­beitung dieses “Win­ter­spargels” etwas umständlich ist. Denn zu den wichtig­sten Uten­silien bei der Ver­ar­beitung der Schwarzwurzel neben einem Sparschäler sind nun mal Ein­weghand­schuhe. Beim vor­sichti­gen Schälen tritt ein milchähn­lich­er Saft aus, der son­st hart­näck­ig an Fin­gern und allen son­sti­gen Gegen­stän­den, die damit in Berührung kom­men, klebt. (Ich spreche da aus Erfahrung!) Das Aus­treten dieses Saftes ist übri­gens ein Zeichen der beson­deren Frische dieses typ­is­chen Win­tergemüs­es.

Inter­essiert Euch mein momen­tanes Lieblings-Schwarzwurzel-Rezept?

Schwarzwurzelsalat mit Linsen und Ananas

Also man nehme für zwei große Por­tio­nen als Hauptmahlzeit: 600 Gramm Schwarzwurzel, 200 Gramm feine Teller­lin­sen, 1 Babyananas oder 1 halbe kleine Ananas, 1 große rote Zwiebel, 2 EL Apfe­lessig oder Zitro­nen­saft, 3 EL weißen oder dun­klen Bal­sam­i­coes­sig, 4 EL Olivenöl, 1 Teelöf­fel mit­telschar­fen Senf, Salz, Pfef­fer, Schnit­t­lauch

Spüle die Lin­sen in einem Sieb unter fließend kaltem Wass­er ab und bringe sie in einem Topf mit aus­re­ichend Wass­er zum Kochen. Kurz vor Ende der Garzeit salzen, etwas abkühlen lassen und den Bal­sam­i­coes­sig unter­heben.  Bürste die Schwarzwurzeln mit ein­er Gemüse­bürste unter fließen­dem Wass­er ab und schäle die Stan­gen vor­sichtig mit einem Sparschäler. Die geschäl­ten und geputzten Wurzeln nun sofort in einen Topf mit etwas Apfe­lessig oder Zitro­nen­saft leg­en, damit sie sich nicht ver­fär­ben. Koche die Schwarzwurzeln dann in dem Essig­wass­er unter Zugabe von etwas Salz bißfest, schütte sie in ein Sieb und lasse sie eben­falls kurz abkühlen.Schneide in der Zwis­chen­zeit die Ananas in kleine Stücke, die rote Zwiebel in feine Streifen und den Schnit­t­lauch in kleine Röllchen. Ver­rühre den Senf mit dem Olivenöl, Salz, Pfef­fer und gegebe­nen­falls noch etwas Bal­sam­i­coes­sig zu einem Salat­dress­ing. Lin­sen, Ananas, Zwiebeln und Schwarzwurzeln mit dem Dress­ing ver­men­gen und gut durchziehen lassen. Mit Schnit­t­lauch gar­nieren.

Ich liebe diesen Salat, er ist eine her­rlich aus­ge­wo­gene Mit­tags-Mit­nehm-Mahlzeit und lässt sich am Vor­abend wun­der­bar vor­bere­it­en.

Pro­biert es mal aus — ich bin ges­pan­nt auf Euer Feed­back!
Übri­gens: In ein feucht­es Tuch gewick­elt bleibt die Schwarzwurzel gut 2 Wochen schön frisch in Eurem Gemüse­fach im Kühlschrank. Und nochmals übri­gens: Die Schwarzwurzel ist nicht zu top­pen, wenn es um Vital­stoffe wie Kalz­i­um und Phos­phor geht.