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Sesam öffne Dich!

Nein, natür­lich öffnet der kleine Sesam­samen nicht die Tür in die Welt der Märchen, aber dafür in die Welt des uner­messlichen Vital­stof­fre­ich­tums! Wusstest Du zum Beispiel, dass

  • Sesam ein­er der ältesten Ölpflanzen auf dieser Welt ist? Denn Sesam wurde bere­its um 3000 vor Chris­tus ange­baut. Alle früheren Hochkul­turen wie die Griechen, Ägypter oder Römer schätzten diesen Ölsamen als Gewürz und natür­lich als Öl.
  • es den Sesam in zwei unter­schiedlichen Far­ben gibt, näm­lich goldgelb bis hell­braun oder schwarz und dass auf­grund ihrer beschei­de­nen Ansprüche an den Boden auf jegliche Art von Dün­gung verzichtet wer­den kann?
  • Sesamöl gerne als Öl des Ayurve­da beze­ich­net wird, da es die Regen­er­a­tion der Haut unter­stützen und jung hal­ten soll?

Und es wird noch besser:

Sesam liefert unglaublich hochw­er­tiges Fett, denn er beste­ht zu 87 Prozent aus ungesät­tigten Fettsäuren!

Sesam stellt eine äußerst hochw­er­tige Eiweißquelle dar und die enthal­te­nen Aminosäuren sind am Auf­bau und der Bil­dung von Kol­la­gen, Haut, Knochen, Knor­peln, Bän­dern beteiligt, fes­ti­gen das Bindegewebe! und tra­gen zu einem gesun­den Wach­s­tum und Ausse­hen von Haut, Haaren und Nägeln bei.

Und das Beste kommt zum Schluss:

Sesam ist eine wahre Min­er­al­stoff-Bombe, vor allen Din­gen was das Cal­ci­um ange­ht. Im direk­ten Ver­gle­ich gegenüber Milch­pro­duk­ten liefert Sesam 6,5 mal so viel Cal­ci­um!

Wenn das nicht alles Gründe sind, diese kleinen Ölsamen in unser Leben zu lassen. Du kannst Sesam in ein­er Pfanne ohne Fett aro­ma­tisch rösten und dann über Salat, Müs­li usw. streuen. Aber auch als Goma­sio (Sesam­salz aus gerösteten und gemahle­nen Sesam­samen und Meer­salz) wirst Du es in Dein­er Küche lieben.

Bei mir ste­ht allerd­ings das Tahin (Sesam­mus) an erster Stelle. Zu gebraten­em oder gedün­steten Gemüse, als erste Zutat für Kichererb­sen-Humus oder als Beiga­be zu ein­er cremi­gen Salat­sauce. Ger­ade wenn ich nicht so oft Fleisch essen möchte oder mich sog­ar für eine veg­e­tarische Ernährungsweise entsch­ieden habe, ist Tahin als hochw­er­tige Eiweißquelle für eine aus­ge­wo­gene Mahlzeit nicht wegzu­denken.

Eines mein­er absoluten Lieblingsrezepte ist dazu ein Auberginen­salat mit Sesam­sauce:

Für zwei Per­so­n­en nimmst Du eine große Aubergine, 1 Dose Kichererb­sen, 2 große aro­ma­tis­che Tomat­en, 1 große Hand­voll Ruco­la, 2 Knoblauchze­hen, 1–2 EL Tahin, 1 EL lauwarmes Wass­er, Salz, Saft ein­er hal­ben Zitrone

Schnei­de die Aubergine der Länge nach in ca. 2 cm dicke Streifen, die Du dann nochmals der Länge nach hal­bierst. Gib die Auberginen­streifen in einen Siebein­satz eines Topfes, den Du ger­ade mal boden­deck­end mit Wass­er füllst. Dämpfe die Auberginen bei geschlossen­em Deck­el ca. 8–10 Minuten und lasse das Gemüse dann ein­fach etwas auskühlen.

In der Zwis­chen­zeit den Knoblauch schälen und sehr fein hack­en und diesen dann mit dem Sesam­mus, dem Zitro­nen­saft, Salz und etwas lauwar­men Wass­er zu einem cremi­gen Dress­ing ver­rühren. Die Auberginen mit den abgetropften Kichererb­sen und den in Wür­fel geschnit­te­nen Tomat­en in eine Schüs­sel geben, das Dress­ing darüber gießen, gut durch­mis­chen und zum Schluss vor­sichtig den Ruco­la darun­ter­heben.

 

Tofu-Zubereitung mit Geling-Garantie

Wenn ich mit meinen Kursteil­nehmern über indi­vidu­elle Ernährungspläne hirne, dann fällt mir immer wieder eine Abnei­gung zum The­ma Tofu auf. Ich bin mir sich­er, dass es meist ein­fach an der richti­gen Zubere­itung liegt (ging mir ja früher auch so!). Deshalb .…

Hier mein absolutes Tofu-Geling-Rezept für alle Tofu-Einsteiger:

Für 2 Per­sonen brauchst Du 200 Gramm Tofu natur, 3 EL Rap­söl oder ein anderes Bratöl (muss hoch erhitzbar sein!), 5 EL Sojasauce, 2 EL Sesam­saat

Zuerst tupf­st Du den Tofublock richtig gut trock­en und schnei­dest ihn dann in gle­ich große Wür­fel. Dann erhitzt Du eine Pfanne ohne Öl und röstest den Sesam, bis er duftet. Danach nimmst Du den Sesam aus der Pfanne, stellst ihn bei­seite und gib­st in die noch heiße Pfanne das Bratöl. Brate die Tofuwür­fel bei mit­tlerer Hitze nun von allen Seit­en gold­braun an. Und jet­zt kommt das Entschei­dende: Lösche das Ganze mit der Sojasauce ab und gare den Tofu auf klein­er Flamme weit­er, bis er die gesamte Flüs­sigkeit aufge­so­gen hat. Zum Schluss fügst Du ein­fach den gerösteten Sesam hinzu! Nun kannst Du ihn unter Deine fer­tig gegarte bunte Gemüsep­fanne heben und mit etwas heißer Gemüse­brühe ablöschen. Schmeckt übri­gens auch leck­er mit gerösteten Son­nen­blu­menker­nen oder geröstetem Buch­weizen.