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Beeren-Chia-Pudding Frühstückspower

Du willst mal Abwech­slung auf dem Früh­stück­stisch? Und lieb­st Pud­ding-Gerichte? Wie wäre es dann mal mit einem leck­eren Chia-Pud­ding:

Du brauchst dazu 250 Gramm Quark (gerne 40 % Fett), 150 ml Hafer- oder Man­delmilch, 2 EL Chi­asamen und eine ordentliche Hand­voll Beeren (tiefgekühlt oder frisch je nach Sai­son!)

Ver­rühre ein­fach den Quark, die Hafer­milch und die Chi­asamen, fülle alles in ein großes Glas und stelle die Mis­chung min­destens 15 Minuten, am besten natür­lich über Nacht, in den Kühlschrank. Dann ein­fach die frischen oder aufge­taut­en Beeren daraufgeben … und schon hast Du ein per­fek­tes Früh­stück.

Chi­asamen liefern cir­ka 5mal soviel Kalz­i­um wie Milch und 6mal soviele ungesät­tigte Fettsäuren wie der Lachs. Dazu sind die kleinen Pow­erkügelchen auch noch enorm bal­last­stoff- und eiweißre­ich!

Statt Beeren kannst Du auch andere Obst­sorten dazu pro­bieren oder den Pud­ding mit Zimt oder etwas Reis­sirup ver­fein­ern.

Einen phan­tastis­chen Start in den Tag wün­scht Dir die Bir­git

Schwarzwurzel — der Spargel des kleinen Mannes

Obwohl die Schwarzwurzel in den Win­ter­monat­en von Okto­ber bis April abso­lut Sai­son hat, bin ich mir die Hack­en abge­laufen, bis ich sie endlich ein­mal in der Gemüseabteilung des Super­mark­tes ent­deckt habe. Anscheinend ist sie in unseren deutschen Haushal­ten ger­ade nicht sehr gefragt.  Dabei ist die Schwarzwurzel die Köni­gin unter den Nährstof­fliefer­an­ten der heimis­chen Win­tergemüse. Vielle­icht führt sie auch deshalb ein Aschen­put­tel-Dasein, weil die Bear­beitung dieses “Win­ter­spargels” etwas umständlich ist. Denn zu den wichtig­sten Uten­silien bei der Ver­ar­beitung der Schwarzwurzel neben einem Sparschäler sind nun mal Ein­weghand­schuhe. Beim vor­sichti­gen Schälen tritt ein milchähn­lich­er Saft aus, der son­st hart­näck­ig an Fin­gern und allen son­sti­gen Gegen­stän­den, die damit in Berührung kom­men, klebt. (Ich spreche da aus Erfahrung!) Das Aus­treten dieses Saftes ist übri­gens ein Zeichen der beson­deren Frische dieses typ­is­chen Win­tergemüs­es.

Inter­essiert Euch mein momen­tanes Lieblings-Schwarzwurzel-Rezept?

Schwarzwurzelsalat mit Linsen und Ananas

Also man nehme für zwei große Por­tio­nen als Hauptmahlzeit: 600 Gramm Schwarzwurzel, 200 Gramm feine Teller­lin­sen, 1 Babyananas oder 1 halbe kleine Ananas, 1 große rote Zwiebel, 2 EL Apfe­lessig oder Zitro­nen­saft, 3 EL weißen oder dun­klen Bal­sam­i­coes­sig, 4 EL Olivenöl, 1 Teelöf­fel mit­telschar­fen Senf, Salz, Pfef­fer, Schnit­t­lauch

Spüle die Lin­sen in einem Sieb unter fließend kaltem Wass­er ab und bringe sie in einem Topf mit aus­re­ichend Wass­er zum Kochen. Kurz vor Ende der Garzeit salzen, etwas abkühlen lassen und den Bal­sam­i­coes­sig unter­heben.  Bürste die Schwarzwurzeln mit ein­er Gemüse­bürste unter fließen­dem Wass­er ab und schäle die Stan­gen vor­sichtig mit einem Sparschäler. Die geschäl­ten und geputzten Wurzeln nun sofort in einen Topf mit etwas Apfe­lessig oder Zitro­nen­saft leg­en, damit sie sich nicht ver­fär­ben. Koche die Schwarzwurzeln dann in dem Essig­wass­er unter Zugabe von etwas Salz bißfest, schütte sie in ein Sieb und lasse sie eben­falls kurz abkühlen.Schneide in der Zwis­chen­zeit die Ananas in kleine Stücke, die rote Zwiebel in feine Streifen und den Schnit­t­lauch in kleine Röllchen. Ver­rühre den Senf mit dem Olivenöl, Salz, Pfef­fer und gegebe­nen­falls noch etwas Bal­sam­i­coes­sig zu einem Salat­dress­ing. Lin­sen, Ananas, Zwiebeln und Schwarzwurzeln mit dem Dress­ing ver­men­gen und gut durchziehen lassen. Mit Schnit­t­lauch gar­nieren.

Ich liebe diesen Salat, er ist eine her­rlich aus­ge­wo­gene Mit­tags-Mit­nehm-Mahlzeit und lässt sich am Vor­abend wun­der­bar vor­bere­it­en.

Pro­biert es mal aus — ich bin ges­pan­nt auf Euer Feed­back!
Übri­gens: In ein feucht­es Tuch gewick­elt bleibt die Schwarzwurzel gut 2 Wochen schön frisch in Eurem Gemüse­fach im Kühlschrank. Und nochmals übri­gens: Die Schwarzwurzel ist nicht zu top­pen, wenn es um Vital­stoffe wie Kalz­i­um und Phos­phor geht.

Das Comeback der Steckrübe

Heute gibt es Rüben­mus mit Pinkel” begrüßte mich vor­mals meine nord­deutsche Schwiegermut­ter, als ich zum ersten Mal im Win­ter in Schleswig-Hol­stein war. Was dann auf meinem Teller lan­dete, war ein leicht orange­far­ben­er Rüben­brei mit ein­er vor Fett triefend­en Brüh­wurst und jed­er Menge Senf. Aufgewach­sen mit der gut bay­erischen Küche sprich Knödel und Fleisch war dieses Gericht natür­lich absolutes Neu­land für mich. Mit­tler­weile finde ich die Steck­rübe hin und wieder auch bei uns auf den Gemüs­es­tän­den der Super­märk­te, ange­lockt von dem Jubel­ruf meines Mannes: “Schau mal, eine Steck­rübe!” Und sie hält nach und nach Einzug in die Trend­küchen und Gourmet­tem­pel.

Unter­hält man sich mit der älteren Gen­er­a­tion über die Steck­rübe, dann kom­men die Erin­nerun­gen an Krieg und Nachkriegszeit hoch, denn damals gehörte dieses vit­a­m­in­re­iche Win­tergemüse zu den Haupt­nahrungsmit­teln. Vielle­icht wurde sie deshalb wegen diesen Erin­nerun­gen jahre­lang aus den deutschen Küchen ver­ban­nt. Dabei liefert sie viel Vit­a­min C, Beta Carotin und Kalz­i­um und beste­ht trotz­dem zum größten Teil aus Wass­er. Und schnei­det auch deswe­gen beim glykämis­chen Index um einiges bess­er ab als die Kartof­fel.
Für mein Steck­rübengemüse-Rezept benötigst Du 2 mit­tel­große Steck­rüben, 4–5 Karot­ten, 2 Kohlra­bi, 2 Landgurken, Gemüse­brühe, Salz, Pfef­fer, Mer­ret­tich und Zitro­nen­saft. Schäle die Steck­rüben, die Kohlra­bi und die Karot­ten und schnei­de das Gemüse in möglichst gle­ich große Wür­fel. Zusam­men mit den in Scheiben geschnit­te­nen Landgurken in Gemüse­brühe weich dün­sten, mit Salz und Pfef­fer würzen und mit Zitro­nen­saft abschmeck­en. Ein ordentlich­er Löf­fel Mer­ret­tich gibt dem Gemüse den entsprechen­den Pfiff. Ich serviere am lieb­sten dazu ein kross gebratenes Fis­chfilet vom Zan­der oder Kabel­jau.

Lasst es Euch schmeck­en — die Bir­git

PS: Wusstest Du eigentlich, dass die Steck­rübe mit dem Raps ver­wandt ist?