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Kürbistarte — so farbenfroh wie der Herbst

An Kür­bis­sen kann ich ein­fach nicht vor­beige­hen. Sie sind immer ein Hin­guck­er bei grauen, kalten Novem­berta­gen. Und dabei sind sie noch richtige Pow­er­pakete in Sachen Betakarotin und Kali­um. Da diese Frucht (streng genom­men gehört sie den Beeren­frücht­en zuge­hörig) durch ihren hohen Wasserge­halt und den vie­len Bal­last­stof­fen auch noch den Blutzuck­er­spiegel rel­a­tiv niedrig hält, bringe ich den Kür­bis so oft es geht auf den Tisch. Es gibt ja so her­rliche Kür­bis-Vari­a­tio­nen wie diese Kür­bis­tarte. Ok, zugegeben, sie ist etwas aufwendi­ger als die meis­ten mein­er Lieblingsrezepte. Aber .… es lohnt sich!

Back­ofen auf 160 Grad Ober/Unterhitze vorheizen und eine Quicheform mit Back­pa­pi­er ausle­gen. Tipp: Knülle das Back­pa­pi­er vorher zusam­men, dann lässt sich die Tarte-Form mit dem gewell­ten Rand leichter damit ausklei­den!

Für den Torten­bo­den benötigst Du 160 Gramm gemah­lene Man­deln, 40 Gramm kalte But­ter in kleine Stücke geschnit­ten, 2 gehäufte EL Man­delmehl oder Kokos­mehl, 2 EL Ery­thrit, 2 Eier, 1 Prise Salz

Für den Belag benötigst Du min­destens 1,2 kg gewür­feltes Kür­b­is­fleisch vom Hokkai­do, das entspricht ein­er mit­tel­großen Frucht (Du brauchst ihn nicht schälen!), 4 EL Man­delmehl oder Kokos­mehl, 4 EL Kokos­blüten­zuck­er, 3 TL Zimt, 2 TL frisch geriebene Muskat­nuss, 40 Gramm But­ter, 4 Eier, 4–5 EL Hafercreme/Sojacreme oder Schlagsahne, 40 Gramm gehack­te Wal­nüsse

Bere­ite aus den Teig-Zutat­en mit dem Rührg­erät rasch einen Mür­beteig, gib ihn in die Form, drücke ihn gut an und bilde einen kleinen Rand. Steche den Teig mit der Gabel mehrmals ein und backe ihn im vorge­heizten Ofen ca. 15 Minuten, bis er gold­braun ist. Aus dem Ofen nehmen und gut erkalten lassen.

Den gewür­fel­ten Kür­bis in der Zwis­chen­zeit in leicht gesalzen­em Wass­er weich kochen, abtropfen und etwas abkühlen lassen. Das Kür­b­is­fleisch zusam­men mit den trock­e­nen Zutat­en im Stab­mix­er püri­eren. But­ter und Hafer­creme einar­beit­en und zum Schluss die Eier sorgfältig mit einem Schneebe­sen unter­rühren. Die Masse auf dem Torten­bo­den verteilen, mit den gehack­ten Wal­nüssen bestreuen und im Ofen bei 160 Grad Cel­sius Ober/Unterhitze ca. 55–60 Minuten back­en. Du kannst ihn gle­ich warm servieren oder natür­lich auch aus­gekühlt auf die Kaf­feetafel stellen.

Viel Spass beim Nach­back­en wün­scht Euch die Bir­git

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Castagnaccio — Kastanienkuchen aus der Toscana

Wer mich ken­nt der weiß, wie sehr ich Ital­ien liebe: Das Land, die Sprache, die Musik — und natür­lich auch das Essen. Und wenn man sich mit der ital­ienis­chen Esskul­tur beschäftigt, kommt man im Herb­st nicht an Kas­tanien­mehl vor­bei. Die Esskas­tanie war früher das “Brot der Armen”, getrock­net und zu Mehl gemahlen wurde daraus Kas­tanienkuchen, Pfannkuchen, Nudeln und “Monte bian­co” eine Creme aus Sahne und Maroni (ein­er speziellen Züch­tung der Esskas­tanie) gemacht.

Nun habe ich mich auch mal an Kas­tanien­mehl herange­tastet, da es man höre und staune, gluten­frei, unglaublich basen­re­ich und gespickt mit einem sehr hohen Anteil an B-Vit­a­mi­nen und Min­er­al­stof­fen wie Kali­um ist. Und wenn man abnehmen möchte und trotz­dem auch mal zu einem herb­stlichen Kuchen greifen will: Bitte schön, das Kas­tanien­mehl macht es möglich. Denn die Esskas­tanie hat einen hohen Anteil an kom­plex­en Kohlen­hy­drat­en und das sorgt für einen langsam ansteigen­den Blutzuck­er­spiegel, der auch rel­a­tiv lange sta­bil bleibt.

Wo kriegt man Kas­tanien­mehl her? Ich habe mich natür­lich erst mal region­al umge­se­hen und bin in der Naturkost­müh­le Wagen­staller fündig gewor­den. 500 Gramm Edelka­s­tanien­mehl kostet in etwa 6 Euro.

Castagnaccio — der toskanische Kastanienkuchen

300 Gramm Kas­tanien­mehl, 4 EL Olivenöl, 50 Gramm Pinienkerne, 50 Gramm Rosinen,evtl. 3 EL Orangen­saft, 2 Zweige frischen Ros­marin, 1/2 TL Salz, 3 EL Ery­thrit, 200 ml Wass­er

Eine runde Kuchen­form mit Back­pa­pi­er ausle­gen und den Ofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Das Kas­tanien­mehl mit dem Ery­thrit, dem Olivenöl, Salz und Wass­er zu einem dick­flüs­si­gen Teig ver­rühren (evtl. noch etwas Wass­er dazugeben!). Die Rosi­nen (evtl. in etwas Orangen­saft ein­we­ichen) und den gehack­ten Ros­marin dazugeben. Zulet­zt die grob gehack­ten Pinienkerne darun­ter­heben. Dein Teig in die Kuchen­form füllen und ca. 45 -55 Minuten back­en. Die Ober­fläche sollte wie ris­sige, trock­ene Erde ausse­hen — so sagen die Ital­iener!

Der Geschmack dieses Kuchens liegt irgend­wie zwis­chen Brot und Kuchen. Da ich kein Pud­erzuck­er-Fan bin (auch nicht wenn es sich um Ery­thrit-Pud­erzuck­er han­delt) genieße ich den Kuchen pur. Ich finde, er passt her­rlich zur aktuellen Herb­st­stim­mung .… Lasst ihn Euch schmeck­en!

Die Bir­git

Chicorée — als Deko einfach zu schade!

Oft bleibt er in der Gemüsek­iste ein­fach liegen, der schmale Chicorée. Ein typ­is­ch­er Win­ter­salat, der vor allen Din­gen im Jan­u­ar Sai­son hat. Er gilt als der absolute Bit­ter­ling und wird meist an den Rand des Tellers geschoben – zur Deko­ra­tion oder ger­ade mal noch als natür­lich­es Schif­fchen für Krabben­salat und Co. Dazu ist er aber ein­fach zu schade!

Denn Chicorée-Blätter sind reich an Vitamin B1, B2

und Vit­a­min C sowie Carotin. Zudem enthält dieses Win­tergemüse Phos­phor, Kali­um und Cal­ci­um. Und ger­ade mal 17 kcal pro 100 Gramm müssten doch alle Abnehmwilli­gen jubeln lassen. Dass Chicorée durch seine Bit­ter­stoffe auch noch her­vor­ra­gend für die Ver­dau­ung ist und den Blutzuck­er­spiegel flach hält macht ihn schon beina­he zum Pflicht­pro­gramm auf jedem Speise­plan — ger­ade in den ersten kar­gen Gemüse- und Salat­monat­en des Jahres.

Hier mal ein Rezept ein­er Fre­undin, die sich gerne von Starköchen wie Jamie Oliv­er inspiri­eren lässt (Ihr werdet erstaunt sein, wie ein­fach das geht!):

 Chicorée a la Orange für 2 Personen

4 Chi­rorées­tau­den
Saft von 2 Orangen
1 EL Ghee/Butterschmalz oder  alter­na­tiv Olivenöl
1 gepresste Knoblauchze­he
1 EL Thymi­an (frisch oder getrock­net)
Salz, Pfef­fer

 

Hal­biere die Stau­den längs mit dem Strunk so, dass die Hälften noch gut zusam­men­hal­ten. Wasche die Hälften und vor allen Din­gen den Strunk unter lauwar­men Wass­er ab; damit nimmst Du dem Gemüse etwas die Bit­ter­nis. Erhitze in einem Schmor­topf oder ein­er Auflauf­form das Fett und gib den gepressten Knoblauch dazu.

Brate das Gemüse mit der Schnit­tfläche nach unten ca. 3 Minuten an, würze mit Salz und Pfef­fer und streue den Thymi­an darüber. Ein­mal vor­sichtig wen­den und nochmals 2–3 Minuten bei mit­tlerer Hitze anbrat­en. Gieße den frisch gepressten Orangen­saft an und danach Deck­el drauf und für 10 Minuten bei 250 Grad Ober/Unterhitze in den Back­ofen. Weit­ere 10 Minuten ohne Abdeck­ung schmoren.

Ich esse am lieb­sten in Gemüse­brühe gekocht­es Quinoa mit in Sam­bal Oelek marinierten und in etwas Öl gebrate­nen Tofuwür­feln dazu.

Guten Appetit!