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Hirsotto statt Risotto — die elegante Lightvariante zu Weihnachten

Schon Gedanken über das diesjährige Wei­h­nachts­menü gemacht? Risot­to wird dabei ja gerne als “pri­ma piat­ti” oder soge­nan­nter Erster Gang in Erwä­gung gezo­gen. Doch so ein klas­sis­ches Risot­to ist schon ziem­lich mächtig mit all dem Parme­san und deshalb nicht wirk­lich fig­urbe­wusst (auch wenn wir über die Wei­h­nacht­szeit ja gar nicht abnehmen wollen!).

Vielle­icht gefällt Dir ja die Light­vari­ante mit dem Beau­ty-Korn Hirse in Verbindung mit leck­eren “low carb and high pro­tein” Pilzen. Dazu brauchst Du für 2 Per­so­n­en:

100 Gramm Gold­hirse, 500 Gramm Pilze z.B. braune Champignons, Egerlinge, Kräuter­seitlinge, option­al 1 Hand­voll getrock­nete Steinpilze,1 Zwiebel, 1 Knoblauchze­he, 1 Liter Gemüse­brühe, Rap­söl, 100 ml trock­en­er Weißwein, Salz, Pfef­fer, 1 Bund Peter­silie, evtl. etwas Soja- oder Hafer­creme

Falls Du die edle Vari­ante mit den zusät­zlichen Stein­pilzen wählst, dann übergieße die getrock­neten Pilze mit 100 ml heißem Wass­er und weiche sie ca. 10 Minuten darin ein. Eine Hälfte der anderen geputzten Pilze in kleine Wür­fel schnei­den, die andere Hälfte in Scheiben, Knoblauch und Zwiebel fein hack­en und 1 Liter Gemüse­brühe erhitzen.

Die Pilzwür­fel in einem großen Topf mit etwas Öl anbrat­en, salzen und pfef­fern, Knoblauch und Zwiebeln dazugeben und kurz mit anschwitzen, danach die Hirse unter­heben. Mit dem Weißwein ablöschen und die Flüs­sigkeit fast voll­ständig einköcheln lassen. Die Stein­pilze mit dem Ein­we­ich­wass­er dazugeben und ger­ade so viel Brühe zugießen, dass alle Zutat­en bedeckt sind. Bei mit­tlerer Hitze ohne Deck­el unter Rühren 20 Minuten garen. Dabei immer wieder etwas heiße Brühe zugießen, sobald sie von der Hirse fast aufge­so­gen ist.

Inzwis­chen die in Scheiben geschnit­te­nen Pilze in etwas Öl hell­braun anbrat­en, mit Salz und Pfef­fer würzen.

Das Hir­sot­to ist fer­tig, wenn die Hirsekügelchen weich aber nicht matschig sind. Dann ein­fach das Hir­sot­to auf Tellern anricht­en, die gebrate­nen Pilzscheiben darübergeben, mit gehack­ter Peter­silie bestreuen und genießen.

Falls Dir das Hir­sot­to zu trock­en erscheint, ein­fach etwas Soja- oder Hafer­creme dazugeben, und schon hast Du den Creme-Effekt!

Liebe Grüße von der Bir­git … beim Wei­h­nachts­menü-Zusam­men­stellen

Goldhirse — das trendige Beautyfood

Mit­tler­weile lesen wir nicht nur von Super­food — der neueste Trend aus den USA lautet Beau­ty­food. Und mit­ten­drin in dieser Kat­e­gorie find­et sich die Hirse. Da fällt mir doch spon­tan meine Oma ein, die uns Mäd­chen schon immer mit Hirse­brei füt­tern wollte, der schö­nen Haare, fes­ten Nägel und straf­fen Haut wegen. Und wie immer haben Omas recht, denn diese Getrei­deart aus der Fam­i­lie der Süß­gräs­er liefert unglaublich viel Min­er­al­stoffe wie Mag­ne­sium, natür­lich­es Eisen und Siliz­ium und kann deshalb gut und gerne als das Vital­stof­fko­rn schlechthin beze­ich­net wer­den.

Zum Beispiel deckst Du schon mit 50 Gramm Hirse

bere­its ein Vier­tel Deines Tages­be­darfs an Eisen ab und Siliz­ium (Kiesel­erde) ist per­fekt für die Elas­tiz­ität und Spannkraft Deines Bindegewebes. Was wollen wir mehr! Da fällt die weit­ere Nährw­ertverteilung mit doch 70 % Kohlen­hy­drat­en, immer­hin ca. 10 % Eiweiß und bis zu 5 % Fett bezüglich der Kohlen­hy­drate nicht mehr so stark ins Gewicht. Kom­binierst Du dieses Schön­heit­sko­rn mit rohem Gemüse und servierst es ab und an als erfrischen­den Salat zum Mit­tagessen, dann wird es Dich auf dem Weg zu Dein­er per­sön­lichen Best­form nicht weit­er aufhal­ten. Ver­sprochen!

Mein Lieblingsrezept — wie immer schnell und ein­fach:

Hirsesalat mit Gurke, frischer Minze, Petersilie und Tomaten

Zutat­en für 2 Per­so­n­en: 100 Gramm Gold­hirse, etwas Salz, 1 kleine Salat­gurke, 1 Bund frische Peter­silie, ein paar Zweige frische Minze, 2 große Tomat­en, Saft ein­er hal­ben Zitrone, 2 EL Olivenöl, Pfef­fer aus der Müh­le

175 ml Wass­er aufkochen und die Hirse ein­streuen, Hitze reduzieren und die Hirse bei kle­in­ster Stufe zugedeckt ca. 7 Minuten köcheln lassen, ab und an umrühren. Danach den Topf vom Herd nehmen und die Hirsekörn­er zugedeckt ausquellen lassen (10 Minuten). In eine Salatschüs­sel umfüllen, salzen und abkühlen lassen.

In der Zwis­chen­zeit Salat­gurke und Tomat­en klein wür­feln, bei den Tomat­en Kerne ent­fer­nen. Peter­silie und Minze ver­lesen und klein­hack­en. Zitrone aus­pressen. Alle vor­bere­it­eten Zutat­en unter die Hirse mis­chen, mit Olivenöl und Zitro­nen­saft mis­chen, mit Salz und Pfef­fer abschmeck­en, etwas durchziehen lassen. Fer­tig!

Übri­gens: Wer den erfrischen­den Geschmack von Limo­nen liebt, der kann das Olivenöl auch mit dem her­rlich duf­ten­den Limo­nenöl — erhältlich z.B. bei Vom Fass in Rosen­heim … leck­er!

 

Die neuesten Food-Trends 2017 aus der New York Times

Damit wir Ernährungs-Inter­essierten immer auf dem aktuellen Stand sind, hier mal die brand­neuen Food-Trends der Szene in 2017:

Da wäre zum einen schon mal die Philip­pinis­che Küche — und ich hoffe mal sehr, dass damit nicht die ange­brüteten Enteneier gemeint sind, die mir bei meinem Aufen­thalt in diesem Insel­staat ständig unter die Nase gehal­ten wur­den … Nicht wirk­lich ein Geschmack­ser­leb­nis für einen europäis­chen Gau­men sag ich da nur!

Gerichte mit Eigelb sollen eben­falls voll im Szene-Trend liegen. Das über­rascht mich, da ger­ade die Amerikan­er bish­er am lieb­sten das Gelbe vom Ei wegge­lassen haben aus Angst vor zu viel Fett. Und dafür ein soge­nan­ntes “White-Egg-Omelette” aus purem Eiweiß zum Früh­stücks-Star erk­lärten. Ger­ade Früh­stück­slokale mit Gericht­en wie Eggs Bene­dict sind in unser­er Lan­deshaupt­stadt Berlin ange­sagter denn je. Eier Benedikt sind übri­gens ein­fach nur pochierte Eier auf Brötchen mit Schinken oder Speck und evtl. Sauce Hol­landaise.

Auch soll die Hirse wieder mehr Einzug in unsere Küchen hal­ten. Ehrlich gesagt, da freue ich mich drauf. Denn damit kann man so her­rliche Gerichte zaubern, auch wenn Ihr vielle­icht beim Gedanken an dieses Getrei­de grade mal die Grütze im Kopf habt. Dieses Getrei­de ist eine tolle Alter­na­tive zu Weizen und gilt als Schön­heits-Food für Haut, Haare und Nägel. Deshalb dem­nächst mehr von diesem kleinen Korn, ver­sprochen!

Und ein weit­er­er span­nen­der Trend kommt auf uns zu: Geräuchertes! Da wäre ich nie im Leben drauf gekom­men. Und doch find­et sich in unser­er kleinen Gemeinde ger­ade ein absoluter Neuzu­gang zu diesem The­ma, näm­lich geräucherte Chili und Papri­ka von Pusz­ta Pep­pers aus Prut­ting. Diese Welt­neuheit aus unser­er Gemeinde werde ich unbe­d­ingt aus­pro­bieren und natür­lich darüber bericht­en.

Und noch ein Trend gefäl­lig? Cha­ga-Pul­ver, das neue Super­food aus Los Ange­les. Es soll DIE Alter­na­tive zu Kaf­fee sein. In Ameri­ka trinkt man jet­zt qua­si einen Pilz aus dem Schiefer Schiller­por­ling — ein an Birken wach­sender Holz­par­a­sit. Mit Milch ver­mis­cht nen­nt man das Ganze Cha­gac­ci­no. Nein danke, diesen Pilz werde ich defin­i­tiv nicht testen, der kann so super­food­ig sein wie er will .…

Eure Bir­git … nicht wirk­lich in der Szene … aber voll im eige­nen Trend!