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Kurkuma und die goldene Milch

Kurku­ma oder Cur­cum­in ken­nen wir aus dem Gewürzre­gal. Doch diese Wurzel aus Indi­en bzw. Südameri­ka gilt ger­ade in der Ayurvedis­chen Küche als wahres Heilmit­tel. Auch der unter dem Namen Gelb­wurz oder indis­ch­er Ing­w­er bekan­nten Wurzel sagt man vor allen Din­gen eine entzün­dung­shem­mende und immun­sys­tem­stärk­ende Wirkung nach. Auch kann sie u.a. bei der Ausleitung von Schw­er­met­allen aus dem Kör­p­er, der Gesun­der­hal­tung der Leber und beim Abnehmen eine unter­stützende Wirkung haben.

Früher wurde Kurku­ma meist nur in gemahlen­er Form ange­boten, mit­tler­weile find­est Du die Wurzel auch frisch in vie­len Märk­ten zum Verkauf. Wenn man Kurku­ma ver­stärkt in seinen Ernährungs­plan ein­set­zen will, sollte man fol­gen­des dazu wis­sen:

Ca. 3 — 5 Gramm Kurku­ma täglich lässt die nachge­sagte Heil­wirkung ent­fal­ten. Nun ist es so, dass Kurku­ma zwar in ganz kleinen Men­gen noch wohlschmeck­end ist, aber sobald Du zu viel bei einem Rezept ver­wen­d­est, wird das Aro­ma bit­ter und immer weniger genussvoll. Die Wirk­stoffe von Kurku­ma sind fet­tlös­lich, deshalb sollte man das Gewürz immer in Verbindung mit z.B. Kokosöl ver­wen­den, damit alle Wirk­stoffe opti­mal aufgenom­men wer­den kön­nen. Auch benötigst Du bei der Ver­ar­beitung drin­gend Ein­mal-Hand­schuhe, damit Du nicht den Rest der Woche mit orangen Fin­gern durch die Gegend laufen musst.

Ich liebe Kurku­ma in Verbindung mit Gemüse, Hirse, Reis aber mein Favorit ist die “Gold­ende Milch”. Sie ist ein absoluter Immun­sys­tem-Boost­er, schmeckt her­rlich in der kalten Jahreszeit und Du kannst die Paste dazu auf Vor­rat zubere­it­en.

Und so geht’s: Für die Paste benötigst Du eine Kurku­ma-Wurzel, ein dau­men­großes Stück Ing­w­er, und je einen hal­ben TL gemahle­nen Kar­damom, Muskat­nuss, Zimt, Vanillepul­ver (nicht Zuck­er!), Safran­fä­den, etwas schwarzen Pfef­fer aus der Müh­le und ca. 120 ml Wass­er.

Gib zuerst das Wass­er in einen Mix­er, die ungeschälte Kurku­mawurzel , den Ing­w­er und die restlichen Zutat­en dazu und mixe alles einige Minuten. Dann fülle die Masse in einen kleinen Topf und koche sie unter Rühren ca. 5 Minuten zu ein­er fes­ten Paste ein. Abkühlen lassen und in ein gut ver­schließbares Schraub­glas füllen. Im Kühlschrank auf­be­wahrt hält diese Paste ca. 1 Woche!

Für 1 Glas Gold­ene Milch pro Per­son erwärmst Du 250 ml Man­del- oder Hafer­milch, gib­st 1 gehäuften TL der fer­ti­gen Paste dazu und erhitzt das Ganze unter Rühren, etwa 2 Minuten leicht köcheln lassen. Mit etwas Salz, 1 TL Kokosöl und Kokos­blüten­zuck­er abschmeck­en. (Wenn Du es gerne etwas schär­fer magst, gib noch etwas Chiliflock­en oder -fäden hinzu!)

Lass’ es Dir schmeck­en — Die Bir­git

 

Soja — Auf ein Wort!

Wenn ich in meinen Ernährungskursen bei dem The­ma Eiweiß die Sojabohne als sehr gute pflan­zliche Pro­tein­quelle anführe, erlebe ich oft­mals große Ablehnung gegenüber diesem sicher­lich tra­di­tionell asi­atis­chen Lebens­mit­tel. Warum eigentlich? Was gibt es an dieser Bohne auszuset­zen? Wo liegen die Bedenken? Als Ver­fech­terin ein­er aus­ge­wo­ge­nen Ernährung ste­he ich der Sojabohne und Co. dur­chaus pos­i­tiv gegenüber. Hier mal ein paar Antworten an die skep­tis­che Sojage­meinde:

Wieviel Soja ist gesund?

Wie so oft wenn ich über unseren Lebens­mit­tel-Kon­sum rede, gilt für mich der ein­fache Satz: “Die Dosis macht das Gift!” Ein gutes Beispiel ist hier­für übri­gens der Kaf­fee. In Maßen hat dieses Genuss­mit­tel wun­der­bar pos­i­tive Eigen­schaften, in Men­gen kann es dur­chaus schädlich sein. Wenn man der amerikanis­chen Lebens­mit­tel­be­hörde FDA glauben darf, so gilt ca. 25 Gramm Sojapro­tein am Tag als per­fek­te Tages­ra­tion. Das entspricht ger­ade mal 200 Gramm Tofu. Ich behaupte mal, dass in unseren Bre­it­en­graden Tofu, Edamame und Co. nicht ger­ade täglich auf den Tisch kommt, richtig?

Wie wirkt Soja auf unsere Hormone und die Schilddrüse?

Ein klein­er Aus­flug in die Bio­chemie dieser Power­bohne: Sie enthält natür­licher­weise Isoflavone, auch sekundäre Pflanzen­stoffe genan­nt. Die haben von der Struk­tur her Ähn­lichkeit mit den Östro­ge­nen (eines unser­er Hor­mone) im men­schlichen Organ­is­mus. Deshalb wer­den sie auch gerne Phy­toöstro­gene genan­nt. Diesen Isoflavo­nen sagt man viele pos­i­tive Eigen­schaften nach, ger­ade was die Gesun­der­hal­tung unseres Herz-Kreis­lauf-Sys­tems oder die Risiko-Min­imierung zu Brust- oder Prostatakrebs und die Ver­ringerung von typ­is­chen Wech­sel­jahres­beschw­er­den ange­ht.

Trotz­dem gibt es eben­so viele kri­tis­che Berichte zum Sojakon­sum in Zusam­men­hang mit z.B. Schild­drüsen­hor­mo­nen. Woran liegt das? Die kri­tis­chen State­ments basieren in aller Regel auf Stu­di­en mit Iso­lat­en bzw. mit hochdosierten Phy­toöstro­gen­prä­parat­en, die eine viel höhere Isoflavon-Konzen­tra­tion aufweisen als ein natür­lich­es Sojalebens­mit­tel wie Tofu. Und wieder gilt der Satz: “Die Dosis macht das Gift!”

Übri­gens: Unter­suchun­gen in Europa haben ergeben, dass wir weniger als 1 Gramm pro Kopf und Tag an Soja verzehren und trotz­dem lei­den mit­tler­weile geschätzt ein Drit­tel der Europäer im Alter zwis­chen 18 und 65 an Schild­drüsen-und/oder Hor­mon­störun­gen … darüber kann man jet­zt nach­denken und auch gle­ich die näch­ste Diskus­sion zum The­ma Jod anschieben!

Fällt der Regenwald der Sojabohne zum Opfer?

Gute Frage. Fakt ist, dass  der größte Anteil der weltweit­en Sojaernte in die Pro­duk­tion von Fut­ter­mit­teln für die Massen­tier­hal­tung geht. Da wir in Deutsch­land nicht annäh­ernd aus­re­ichende land­wirtschaftliche Flächen dafür haben, unser Bil­ligfleisch-Kon­sum jedoch immer noch sehr hoch ist, importieren wir diese Fut­ter­mit­tel. Für diesen riesi­gen Bedarf wird hek­tar­weise Regen­wald gerodet und zer­stört. Der wesentlich gerin­gere Anteil an Sojapro­duk­ten für den direk­ten men­schlichen Verzehr hinge­gen wird in Mit­teleu­ropa wie z.B. Lux­em­burg, Öster­re­ich und mit­tler­weile sog­ar in Süd­deutsch­land ange­baut und stammt über­wiegend aus nach­haltig ange­baut­en Sojabohnen.

Meine per­sön­liche Mei­n­ung: Wenn mehr Sojaei­weiß anstelle von Fleisch aus Massen­tier­hal­tung dem Men­schen direkt ver­füg­bar gemacht würde, müsste es nicht den Umweg über das Tier nehmen. Agrarflächen kön­nten auf län­gere Sicht einges­part und Regen­wald vor der Ver­nich­tung gerettet wer­den. Wie gesagt … meine per­sön­liche Mei­n­ung!

Ist Soja genmanipuliert?

Das ist glaube ich unsere größte Angst! Um die Erträge zu steigern, wird in der Land­wirtschaft rund um den Globus immer mehr gen­ma­nip­uliertes Saatgut auch bei Soja einge­set­zt. Man schätzt ca. 80 % des Sojaim­portes für Fut­ter­mit­tel (über­wiegend aus den USA und Südameri­ka) sind gen­tech­nisch verän­dert! In der EU ist die Ver­wen­dung von Gen­tech­nik ver­boten und find­et auch zur Lebens­mit­tel-Her­stel­lung offiziell nicht statt.  Die Fir­ma TAIFUN aus Freiburg, eine der führen­den Sojapro­dukt-Anbi­eter im Lebens­mit­tel­bere­ich sagt dazu: “Wir dulden kein­er­lei gen­ma­nip­uliertes Mate­r­i­al in unseren Pro­duk­ten.  Es wird nur die ökol­o­gisch ange­baute Sojabohne aus eigen­em Ver­tragsan­bau ver­wen­det und die tra­di­tionelle Sorten­züch­tung ohne Gen­tech­nik ste­ht im Vorder­grund. ”

Meine per­sön­liche Mei­n­ung dazu: Bevor ich über Gen­ma­nip­u­la­tion ja oder nein bei der Sojabohne weit­er disku­tiere, lasse ich erst ein­mal die Fin­ger von Bil­lig-Weizen­pro­duk­ten, denn der darin ver­wen­dete hochgezüchtete Weizen hat mit dem ursprünglichen Weizenko­rn von noch vor dreißig Jahren über­haupt nichts mehr zu tun. 

Und was machen wir nun mit diesen gesam­melten Erken­nt­nis­sen? Vielle­icht helfen sie, etwas pos­i­tiv­er an diese wertvolle Eiweißquelle Soja ranzuge­hen. Mich würde es freuen …  und sor­ry, es ist nun doch mehr als “ein Wort” gewor­den.

Wir sehen uns — die Bir­git Old­en­burg

 

Abnehmen mit Schokoladenkuchen

Ich habe ger­ade den wohl saftig­sten und schoko­ladig­sten Schoko­ladenkuchen geback­en. Und das Beste daran: Er ist sowas von abnehmgeeignet, weil der Hauptbe­standteil des Teiges neben min­destens 70 % Kakao vor allen Din­gen aus Kid­ney­bohnen beste­ht. Und die liefern ja bekan­ntlich jede Menge pflan­zlich­es Eiweiß.  Anson­sten kommt der Kuchen ohne jeglich­es Mehl, But­ter, Eier und Milch aus. Wahrschein­lich denkst Du Dir jet­zt — und so was soll schmeck­en? Ich sage Dir … und wie … hier das Rezept (und glaube mir, das ist der Ren­ner zum Vatertag!):

1 kleine Dose Kid­ney­bohnen (Abtropfgewicht ca. 200 Gramm), 3 Hand­voll kernige Hafer­flock­en, 70 Gramm Kokosöl, 4 EL Back-Kakao, 130 Gramm Agaven­sirup oder Reis­sirup, Vanille­mark aus der Schote, 1 TL Wein­stein-Back­pul­ver, 1 Prise Salz, 180 Gramm gehack­te dun­kle Schoko­lade (mind. 10 % Kakao), evtl. etwas Pflanzen­milch wie Hafer-, Soja- oder Reis­milch, falls Teig zu fest wird

Back­ofen auf 175 Grad Ober-Unter­hitze vorheizen und eine Spring­form ein­fet­ten. Die Bohnen ordentlich abtropfen lassen und das Kokosöl etwas erwär­men, so dass es flüs­sig ist. Die Schoko­lade grob hack­en.

Die Hafer­flock­en im Mix­er zu grobem Mehl mahlen. Bohnen, Kokosöl und alle weit­eren Zutat­en im Mix­er zu einem sämi­gen Brei püri­eren. Evtl. etwas Pflanzen­milch dazugeben. Die Teigmasse in die Spring­form füllen, glatt stre­ichen und bei mit­tlerer Schiene ca. 30 Minuten back­en. Danach gut abkühlen lassen. Der Kuchen bäckt nicht sehr hoch, ist aber super schoko­ladig und unglaublich saftig. Eignet sich auf jeden Fall auch als Torten­bo­den. Falls Du ihn nicht gle­ich aufgegessen kriegst, was ich mir fast nicht vorstellen kann, dann pack ihn zum Auf­be­wahren ein­fach in den Kühlschrank!

Mmm­mmh­hh, so leck­er kann abnehmen schmeck­en — ich bin begeis­tert!

Eure Bir­git