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Gib dem Affen Zucker

Oder ist damit vielle­icht doch eher der Men­sch gemeint? Wenn man der Welt­ge­sund­heit­sor­gan­i­sa­tion WHO glauben schenken darf, dann sollte ein Erwach­sen­er max­i­mal 50 Gramm Zuck­er pro Tag zu sich nehmen. Hop­pla, das ist umgerech­net der unge­fähre Zuck­erge­halt eines großen Bech­ers Fruchtjoghurt, indus­triell gefer­tigt. Und entspricht 17 Wür­felzuck­er.

Nun weiß man ja, dass Zucker zwar unser Leben “versüßt”

aber anson­sten hat er so ganz und gar nichts zu bieten. Im Gegen­teil: Er macht dick, ruiniert unsere Zähne und fördert so manche Zivil­i­sa­tion­skrankheit. Aber ja doch, das wis­sen wir mit­tler­weile alle. Und trotz­dem lässt der Zuck­erkon­sum nicht nach. Warum? Weil die Lebens­mit­telin­dus­trie ihrem süßen Liebling ein­fach eine Tarnkappe auf­set­zt und statt Zuck­er ste­ht dann auf den ver­pack­ten Lebens­mit­teln: Sac­cha­rose, Dex­trose, Raf­fi­nose, Glukose, Lak­tose, Mal­tose, Mal­todex­trin, Fruk­tosesirup, Glukos­esirup, Karamell­sirup, Süß­molken­pul­ver, Ger­sten­malzex­trakt und und und …Dazu kom­men dann noch süßende Zutat­en wie Dick­säfte, Saftkonzen­trate oder Trauben­frucht­süße. Sprich: Die bunte Welt der ver­pack­ten Lebens­mit­tel versinkt nach wie vor im Zuck­er.

Mein Tipp an dieser Stelle heißt: Etiketten lesen!

Alle Zutat­en, die mit “ose” enden, bedeuten Zuck­er­alarm. Ste­ht eine Zuck­er­art auf der Zutaten­liste an der ersten, zweit­en, drit­ten Stelle oder wer­den sog­ar ver­schiedene Zuck­er­arten in einem Pro­dukt ver­wen­det, dann ist dies nun mal nicht Dein Pro­dukt. Zumin­d­est nicht, wenn Du abnehmen und Dich aus­ge­wogen ernähren willst!

Wenig­stens ist seit Dezem­ber 2016 die Kennze­ich­nung der sieben wichtig­sten Nährw­erte auf so ziem­lich allen ver­pack­ten Lebens­mit­teln Pflicht. Diese “Big 7” sind vorgeschrieben:

  • Energiegehalt/Brennwert
  • Fett
  • Gesät­tigte Fettsäuren
  • Kohlen­hy­drate
  • Zuck­er
  • Eiweiß
  • Salz

Wenn Du ohne Zuck­er und trotz­dem süß durch Deinen Ernährungsall­t­ag kom­men willst, dann greife ein­fach ganz bewusst zu unver­ar­beit­eten Lebens­mit­teln. Oder greife zu Süßungsmit­teln wie Reis­sirup, Kokos­blüten­zuck­er oder Agaven­sirup. Die hal­ten Deinen Blutzuck­er­spiegel schön flach. Oder Du nimmst Ery­thrit zum Süßen: das ist ein natür­lich­er Zuck­er­aus­tauschstoff so ganz ohne Kalo­rien und abso­lut zah­n­fre­undlich.  Rezepte mit diesen Süßungsalter­na­tiv­en find­est Du in unserem Buch Desserts, Muffins und Co.

Eure beken­nende Naschkatze Bir­git