Schlagwort-Archive: Blutzuckerspiegel

Spekulatius für Figurbewusste

Wei­h­nacht­splätzchen genießen und dabei Abnehmen — das ist wie wenn der Oster­hase die Geschenke unter den Tan­nen­baum legt. Klingt bei­des ziem­lich märchen­haft, richtig? Und tat­säch­lich ist es auch so, die Wei­h­nachts­bäck­erei hil­ft uns grund­sät­zlich nicht wirk­lich bei der Gewichtsab­nahme. Doch kann man die Back­zu­tat­en zumin­d­est so zusam­men­stellen, dass der Blutzuck­er­spiegel rel­a­tiv unten bleibt und wir wenig­stens nicht zunehmen. Man kön­nte auch sagen: Wei­h­nacht­splätzchen für Fig­urbe­wusste.

Die Zutat­en lesen sich zunächst meist etwas exo­tisch, doch keine Bange, mit­tler­weile sind gut sortierte Lebens­mit­tel-Läden darauf eingestellt.Und wer mich ken­nt der weiß, dass ich bei ein­er Rezeptzusam­men­stel­lung auf alles Über­flüs­sige oder son­st nicht wirk­lich mehr Ver­wend­bare grund­sät­zlich verzichte.

Und hier startet nun meine Wei­h­nacht­splätzchen-Rei­he — natür­lich mit einem Klas­sik­er näm­lich Speku­latius-Kek­sen:

Für ca. 50 Kekse brauchst Du 400 Gramm Man­delmehl, 200 Gramm Kas­tanien­mehl, 1 TL Meer­salz, 2 TL Wein­stein-Back­pul­ver, 4 TL Speku­latius­gewürz, 8 EL Kokosöl, 14–16 EL Agaven­dick­saft, 4 Eier

Den Back­ofen auf 175 Grad Cel­sius vorheizen und das Back­blech mit Back­pa­pi­er ausle­gen. Die trock­e­nen Zutat­en in ein­er Schüs­sel gut ver­mis­chen und danach die Eier, weich­es Kokosöl und den Agaven­dick­saft unter den Teig kneten.

Forme mit leicht feucht­en Hän­den kleine Kugeln, set­ze sie mit etwas Abstand aufs Blech und drücke sie mit dem Hand­ballen platt. Oder besorge Dir einen Kekssstem­pel mit einem Wei­h­nachtsmo­tiv (siehe Bild), oder ver­wende die typ­is­chen Speku­la­tions­for­men zur Gestal­tung Dein­er Speku­latiuskekse.

Ab damit für 10 — 12 Minuten in den Back­ofen. Sobald die Plätzchen schön gold­braun sind her­aus­nehmen und abkühlen lassen. Mmm­mmh­h­hh leck­er!

Kennst Du auch ein paar Plätzchen­rezepte der Marke light???

Liebe Grüße von der Bir­git in der Wei­h­nachts­bäck­erei

Kürbistarte — so farbenfroh wie der Herbst

An Kür­bis­sen kann ich ein­fach nicht vor­beige­hen. Sie sind immer ein Hin­guck­er bei grauen, kalten Novem­berta­gen. Und dabei sind sie noch richtige Pow­er­pakete in Sachen Betakarotin und Kali­um. Da diese Frucht (streng genom­men gehört sie den Beeren­frücht­en zuge­hörig) durch ihren hohen Wasserge­halt und den vie­len Bal­last­stof­fen auch noch den Blutzuck­er­spiegel rel­a­tiv niedrig hält, bringe ich den Kür­bis so oft es geht auf den Tisch. Es gibt ja so her­rliche Kür­bis-Vari­a­tio­nen wie diese Kür­bis­tarte. Ok, zugegeben, sie ist etwas aufwendi­ger als die meis­ten mein­er Lieblingsrezepte. Aber .… es lohnt sich!

Back­ofen auf 160 Grad Ober/Unterhitze vorheizen und eine Quicheform mit Back­pa­pi­er ausle­gen. Tipp: Knülle das Back­pa­pi­er vorher zusam­men, dann lässt sich die Tarte-Form mit dem gewell­ten Rand leichter damit ausklei­den!

Für den Torten­bo­den benötigst Du 160 Gramm gemah­lene Man­deln, 40 Gramm kalte But­ter in kleine Stücke geschnit­ten, 2 gehäufte EL Man­delmehl oder Kokos­mehl, 2 EL Ery­thrit, 2 Eier, 1 Prise Salz

Für den Belag benötigst Du min­destens 1,2 kg gewür­feltes Kür­b­is­fleisch vom Hokkai­do, das entspricht ein­er mit­tel­großen Frucht (Du brauchst ihn nicht schälen!), 4 EL Man­delmehl oder Kokos­mehl, 4 EL Kokos­blüten­zuck­er, 3 TL Zimt, 2 TL frisch geriebene Muskat­nuss, 40 Gramm But­ter, 4 Eier, 4–5 EL Hafercreme/Sojacreme oder Schlagsahne, 40 Gramm gehack­te Wal­nüsse

Bere­ite aus den Teig-Zutat­en mit dem Rührg­erät rasch einen Mür­beteig, gib ihn in die Form, drücke ihn gut an und bilde einen kleinen Rand. Steche den Teig mit der Gabel mehrmals ein und backe ihn im vorge­heizten Ofen ca. 15 Minuten, bis er gold­braun ist. Aus dem Ofen nehmen und gut erkalten lassen.

Den gewür­fel­ten Kür­bis in der Zwis­chen­zeit in leicht gesalzen­em Wass­er weich kochen, abtropfen und etwas abkühlen lassen. Das Kür­b­is­fleisch zusam­men mit den trock­e­nen Zutat­en im Stab­mix­er püri­eren. But­ter und Hafer­creme einar­beit­en und zum Schluss die Eier sorgfältig mit einem Schneebe­sen unter­rühren. Die Masse auf dem Torten­bo­den verteilen, mit den gehack­ten Wal­nüssen bestreuen und im Ofen bei 160 Grad Cel­sius Ober/Unterhitze ca. 55–60 Minuten back­en. Du kannst ihn gle­ich warm servieren oder natür­lich auch aus­gekühlt auf die Kaf­feetafel stellen.

Viel Spass beim Nach­back­en wün­scht Euch die Bir­git

Hin­weis: Dieser Artikel enthält Afil­i­ate-Links. Was bedeutet das? Ein Affil­i­ate-Link führt in den meis­ten Fällen zu Amazon.de . Klickst du auf den Link und kauf­st ein beliebiges Pro­dukt, erhalte ich vom Vital­tr­e­ff Prut­ting für meine Arbeit eine kleine Pro­vi­sion von Ama­zon. Am Preis ändert sich nichts. Ich empfehle Pro­duk­te auss­chließlich, wenn ich von ihnen überzeugt bin.

 

Castagnaccio — Kastanienkuchen aus der Toscana

Wer mich ken­nt der weiß, wie sehr ich Ital­ien liebe: Das Land, die Sprache, die Musik — und natür­lich auch das Essen. Und wenn man sich mit der ital­ienis­chen Esskul­tur beschäftigt, kommt man im Herb­st nicht an Kas­tanien­mehl vor­bei. Die Esskas­tanie war früher das “Brot der Armen”, getrock­net und zu Mehl gemahlen wurde daraus Kas­tanienkuchen, Pfannkuchen, Nudeln und “Monte bian­co” eine Creme aus Sahne und Maroni (ein­er speziellen Züch­tung der Esskas­tanie) gemacht.

Nun habe ich mich auch mal an Kas­tanien­mehl herange­tastet, da es man höre und staune, gluten­frei, unglaublich basen­re­ich und gespickt mit einem sehr hohen Anteil an B-Vit­a­mi­nen und Min­er­al­stof­fen wie Kali­um ist. Und wenn man abnehmen möchte und trotz­dem auch mal zu einem herb­stlichen Kuchen greifen will: Bitte schön, das Kas­tanien­mehl macht es möglich. Denn die Esskas­tanie hat einen hohen Anteil an kom­plex­en Kohlen­hy­drat­en und das sorgt für einen langsam ansteigen­den Blutzuck­er­spiegel, der auch rel­a­tiv lange sta­bil bleibt.

Wo kriegt man Kas­tanien­mehl her? Ich habe mich natür­lich erst mal region­al umge­se­hen und bin in der Naturkost­müh­le Wagen­staller fündig gewor­den. 500 Gramm Edelka­s­tanien­mehl kostet in etwa 6 Euro.

Castagnaccio — der toskanische Kastanienkuchen

300 Gramm Kas­tanien­mehl, 4 EL Olivenöl, 50 Gramm Pinienkerne, 50 Gramm Rosinen,evtl. 3 EL Orangen­saft, 2 Zweige frischen Ros­marin, 1/2 TL Salz, 3 EL Ery­thrit, 200 ml Wass­er

Eine runde Kuchen­form mit Back­pa­pi­er ausle­gen und den Ofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Das Kas­tanien­mehl mit dem Ery­thrit, dem Olivenöl, Salz und Wass­er zu einem dick­flüs­si­gen Teig ver­rühren (evtl. noch etwas Wass­er dazugeben!). Die Rosi­nen (evtl. in etwas Orangen­saft ein­we­ichen) und den gehack­ten Ros­marin dazugeben. Zulet­zt die grob gehack­ten Pinienkerne darun­ter­heben. Dein Teig in die Kuchen­form füllen und ca. 45 -55 Minuten back­en. Die Ober­fläche sollte wie ris­sige, trock­ene Erde ausse­hen — so sagen die Ital­iener!

Der Geschmack dieses Kuchens liegt irgend­wie zwis­chen Brot und Kuchen. Da ich kein Pud­erzuck­er-Fan bin (auch nicht wenn es sich um Ery­thrit-Pud­erzuck­er han­delt) genieße ich den Kuchen pur. Ich finde, er passt her­rlich zur aktuellen Herb­st­stim­mung .… Lasst ihn Euch schmeck­en!

Die Bir­git