Radieschen mal ganz anders

Rohkost am Abend ist ja nicht unbe­d­ingt die beste Wahl für unseren Organ­is­mus obwohl Ret­tich und Radi­eschen zur abendlichen Brotzeit doch recht beliebt sind. Um das rote Früh­lings­gemüse nicht nur Mit­tags im Salat oder zwis­chen­durch mal knab­bernd auf den Speise­plan zu bekom­men, habe ich hier mal eine Radi­eschen­suppe für Euch. Ich muss zugeben,

die erste Suppe mit den kleinen roten Kugeln

nach einem Rezept aus einem Food­blog schmeck­te so fad und lang­weilig, dass ich kurz­er­hand selb­st kreativ wurde. Hier das Ergeb­nis, abge­seg­net und als gut befun­den von meinem Mann, der zu Radi­eschen eigentlich immer ein etwas ges­paltenes Ver­hält­nis hat­te:

2 Bund Radi­eschen vom Kraut und Wurzel­w­erk befre­it, geputzt und gewaschen, 3 Stän­gel Stau­densel­lerie geputzt und in feine Streifen geschnit­ten, 2 Schalot­ten fein gehackt, 400 ml Gemüse­brühe, schwarz­er Pfef­fer, Salz, Bal­sames­sig aus Granat­apfel oder Him­beer, wer möchte noch etwas Bindung mit Frischkäse oder etwas Soja- oder Hafer­creme, etwas But­ter, frische Sprossen oder Brun­nenkresse falls vorhan­den

Die But­ter in einem Topf erhitzen, die gehack­ten Schalot­ten und zwei Drit­tel der in Scheiben geschnit­te­nen Radi­eschen gut andün­sten, mit der Gemüse­brühe ablöschen und gute 10 Minuten weichkochen. Mit dem Stab­mix­er püri­eren, mit Essig, Salz und Pfef­fer abschmeck­en und die restlichen Radi­eschen­scheiben zusam­men mit dem Stau­densel­lerie in die Suppe geben. Alles nochmals zwei Minuten auf klein­er Flamme durchziehen lassen und gegebe­nen­falls mit Frischkäse, Soja- oder Hafer­creme binden.

Durch das Weichkochen verlieren die Radieschen an Schärfe

und schmeck­en dann etwas fade. Deswe­gen füge ich nach dem Püri­eren nochmals Radi­eschen­scheiben hinzu, um den typ­is­chen Ret­tichgeschmack noch aufz­u­fan­gen. Natür­lich kannst Du die Suppe statt mit einem roten Bal­sam-Essig auch mit einem ordentlichen Schuss Rot- oder Rosewein ablöschen. Wobei die Kom­bi­na­tion Frucht­es­sig und Radi­eschen für meinen Gau­men schon eine inter­es­sante Kom­bi­na­tion ergeben.

Viel Spass beim Nachkochen und viele Grüße aus der Exper­i­men­tierküche